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Januar 2000 29.01.2000 Der Umzug Nachdem ich bei meiner Ex-Freundin Olivia ausgezogen war, wurde ihr die Wohnung zu groß und zu teuer. Wir suchten zusammen nach einer neuen Wohnung für sie und ich versprach ihr, mich um die Leute zu kümmern, die beim Umzug helfen könnten. Ich hatte für heute einige Leute zusammen bekommen, unter anderem auch Lars, dem ich aber versprechen musste, ihn so ungefähr um vier Uhr wieder nach Hause zu fahren. Alles klar, der Umzug kann beginnen. Nachdem sich Lars anderthalb Stunden damit beschäftigt hat, Topfpflanzen, die schon für den Abtransport auf dem Boden gestanden haben, wieder auf die Fensterbänke oder auf die Schränke, wo sie gestanden haben, zurückzustellen, anstelle sie runter ins Auto zu bringen, weil sie ja auf dem Fußboden im Weg stehen, nimmt sich Olivia seiner an und sagt: "Lars, weißt du was? Du kannst dich mal als nützlich erweisen und ins Schlafzimmer gehen, um mein Bett auseinander zu montieren!" Lars: "Das kann ich doch nicht machen!" Olivia: "Wieso nicht? Hast du es im Rücken?" Lars: "Nein, aber das Bett und dein Schlafzimmer ist doch deine Privatsphäre und da kann ich doch nicht rein gehen. Das wäre mir unangenehm dort zu arbeiten!" (Zwei Kumpels, die gerade im Schlafzimmer einen Schrank zerlegen und das Gespräch mitbekommen, können sich vor Lachen fast nicht mehr halten) Olivia: "??? <verdreht die Augen>, na gut, dann kümmere dich doch einfach um die Schränke hier im Wohnzimmer!" Gesagt, getan. Die nächsten zwei Stunden beschäftigt Lars sich damit, die Schrauben, Splinte und Nägel aus den Schränken, die wir anderen auseinander bauten und in eine Schale gelegt haben, zu zählen, zu beschriften, zu katalogisieren und in kleine Tütchen abzupacken. Als Olivia ihm sagt, das auch diese Arbeit auch nicht nötig sei und das sie mit ihrer Aussage eigentlich meint er solle doch einen Schrank auseinander schrauben, beginnt er damit, den letzten Schrank auf eine derart umständliche Art und Weise zu zerlegen, dass alle Beteiligten in regelmäßigen Abständen das Zimmer verlassen um sich im Flur darüber zu belachen. Punkt 14:30 Uhr geht Lars zu Olivia (ich bin gerade für eine halbe Stunde dabei eine Lieferung Möbel in die neue Wohnung zu schaffen) und sagt: "So, du musst mich jetzt nach Hause fahren, das hat Albert mir versprochen!" Olivia: "Ich denke, dass Albert dich selber fahren wollte!?" Lars (in einem sehr befehlenden Ton): "Ja, aber Albert ist jetzt nicht da und deswegen musst du mich jetzt fahren!" Olivia (pampig): "Pass mal auf Lars, das einzige was ich muss ist sterben! Aber wolltest du nicht eh erst in einer guten Stunde los? Bis dahin ist Albert bestimmt wieder da!" Lars: "Ich muss aber jetzt los, denn ich muss noch meine Freundin von zu Hause abholen!" Olivia, die mittlerweile auch bemerkt hat, dass Gespräche mit Lars einer Selbstauspeitschung gleichkommen, entschließt sich, ihn dann doch zu fahren. Während der Fahrt erfährt sie dann ganz nebenbei, dass sie die Freundin, über einen Umweg von zu Hause abholen muss (ich hätte es angeblich versprochen, was aber nicht stimmt), weil Tanja es ja nicht so gerne hat, wenn er mit fremden Frauen alleine in einem Auto fährt . Ohne ein "Hallo", "Bitte", "Danke" oder ein anderes Wort lassen sich die zwei Schätzchen zu unserer WG chauffieren. Auf Smalltalk reagiert Tanja mit schnippischen und zickigen Kommentaren, was Olivia endgültig auf die Palme bringt. Wieder in der alten Wohnung angekommen beschließen wir gemeinsam, dass es sich bei Lars um einen ausgemachten Idioten handelt, der auch nichts anderes als so eine Frau verdient hat.
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